Der begonnene und nicht zu Ende geführte Reigen von geordneten Buchstaben sucht den Satz, mit dem alles gesagt sein würde, was es zu sagen gibt oder gilt. Dieser, falls er je zustande kommt, wartet auf den Punkt. Auf diesen Punkt gebracht, könnte das Schweigen beginnen, das die noch bleibende Leere des Blattes ausfüllt. Vielleicht ist gerade diese Leere das, was der Flut und dem Lärm der Zeichen entgegengehalten werden soll; ein Damm aus Schweigen und vorsprachlicher Stille, die das Trommelfeuer aus schriftgewordenen Lauten ersticken und der Stimme Platz machen und Raum geben kann, die ich nicht hören will, solange ich Bedeutung suche und Sinn, weil es doch sonst nur – und nie frei von Notwendigkeiten – ein Leben wäre, das am Ende sich fragt: Das also war es. War’s das? Vielleicht aber ist es genau das, dass ich lernen muss, mehr nicht zu erwarten und mich daran zu erfreuen, dass ich heute und in diesem kaum angebrochenen Jahr wieder den Krähen zusehen darf, wie sie – mit Kah und Krah den Steingründen zufliegend – Runen in den winterblauen Himmel schreiben und so den Satz wie jeden Abend und wie jeden Tag in den Monaten mit R und um dieselbe Zeit zum immergleichen, aber vorläufigen Ende bringen, ohne den Anspruch zu haben, mit ihm alles gesagt haben zu wollen…