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Fotos: Brigitte Stefanek-Egger

jungadlerhttps://cba.fro.at/345498 

Bei einem Besuch einer Freundin in St.Leonhard im Waldviertel, die nur einen Steinwurf entfernt von einem Gehöft zuhause ist, in welchem Greifvögel aufgezogen und trainiert werden, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, die ehemals jüngste Falknerin Österreichs, Doris Hibeler zu interviewen. Eben sind junge Steinadler geschlüpft. In freier Natur würde der zuerst Geschlüpfte mit Duldung der Eltern das jüngere Geschwister töten, was im Fachjargon obligatorischer Kainismus genannt wird: Eine Tötungshandlung, die man nicht nur unter Greifvögeln, sondern auch vom Kuckuck kennt. Die junge Falknerin meinte, dass die tierische Verhaltensforschung auf die 4000 Jahre alte Falknerei zurückginge und verwies auch auf den Hohenstauferkaiser, Friedrich II, dessen Buch „De arte venandi con avibus“ (Von der Kunst mit Vögeln zu jagen) bis heute für jeden Falkner oder Ornithologen lesenswert geblieben ist.

zwei1.jpgAber ich möchte nicht vorgreifen. Doris Hibeler jedenfalls ist es aufgrund ihrer großen Kenntnisse gelungen, mich für diese heimischen Vögel einzunehmen, die freigelassen selbst entscheiden, ob sie bei einer Show fliegen und/oder, wenn sie dazu bereit sind, wieder zurückkommen wollen.

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Junge Steinadler bei der Mauser. In wenigen Wochen werden sie ausgewachsen sein. Um ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier aufzubauen, verbringen Erstere viel Zeit mit den Adlern, indem sie zB. sich einfach zwischen sie setzen.

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