micInterview mit Ulrich Lachmuth
Wer kommt in welchem Beruf an Orte wie Kirchen, Banken, Atomkraftwerke, Museen oder Leichenhallen? Wem die Information fehlt, dass diese Tätigkeit auch vorbeugend vor allem in Großbetrieben der Lebensmittelherstellung ausgeübt wird, kann es kaum erraten. Ja, es ist der Schädlingsbekämpfer oder Kammerjäger (Österreich), oder noch martialischer Exterminator (Schweiz).
img-20170108-wa0007Ulrich Lachmuth ist ein Experte auf seinem Gebiet und schwärmt nachgerade von seinem Beruf, der abwechslungsreicher nicht sein kann, obwohl es neben über 200 in unseren Breiten bekannten Schädlingen eigentlich nur eine Handvoll ist, mit denen er es täglich zu tun hat. Wer sich einmal darauf einlässt, meint er, und sich nicht ekelt, bleibt dabei.
img-20170108-wa0011Fruchtfliege, Larve, Puppe und Fliege!
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Brotkäferlarve in einem Stück Nudel. Schlupfwespen kurz vor der Freilassung im Kunstmuseum Basel. (Fotos von Ullrich Lachmuth)

Er ist nach einem Studium der Biologie auf diesen Beruf gekommen, der in Wirklichkeit mehr mit Zoologie zu tun hat; für diesen Beruf gibt es kein Studium.

Er wird über Kurse, wie sie Ulrich Lachmuth anbietet, erlernt, setzt aber Einiges an Wissen nicht nur über die zu bekämpfenden Schädlinge voraus. Zu den Kenntnissen gehören neben der Biozidgesetzgebung in Europa und den zugelassenen chemischen und biologischen Wirkstoffen, aber auch Methoden der physikalischen Bekämpfung der Schädlinge und Parasiten.
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Der Karteikasten mit Prüfungsfragen lässt erahnen, dass die Zertifizierung nicht einfach ist.

Warum aber darüber schreiben, wenn es doch dazu ein ausführliches Interview mit einem Experten gibt?