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Ausgehend von der Flüchtlingsnot habe ich Leo Gabriel, langjähriger Lateinamerikakorrespondent und Friedensaktivist im Nahen Osten, nach seiner Einschätzung der derzeitigen Lage in den diversen Schauplätzen der Kriegshandlungen in Syrien befragt und ihn um eine Analyse der politischen und militärischen Kräfte gebeten, die an diesem Krieg beteiligt sind; die Eskalation der kriegerischen Auseinandersetzungen haben nicht nur zu einer humanitären Katastrophe historischen Ausmaßes geführt, sondern birgt auch die Gefahr eines geopolitischen Flächenbrandes in der Region. Leo Gabriel führt aus, warum es bislang noch zu keiner Lösung des Syrienkonfliktes gekommen ist, und woran Friedensbemühungen bis heute gescheitert sind; er geht davon aus, dass eine mögliche Invasion ausländischer Bodentruppen den Krieg noch mehr anheizen und die territoriale Aufteilung des Landes vorantreiben würde, wie es schon im Irak und in Libyen der Fall war. Mit dem Erstarken rechtsnationaler Parteien, die als einzige von der Krise profitierten, sieht er auch das Friedensprojekt Europa in Gefahr. Seine Organisation „Peace in syria: Yes to democracy, no to foreign intervention“ (http://www.peaceinsyria.org/) plädiert für eine politische  Lösung unter Einbeziehung aller ethnischen und religiösen Gruppierungen außer IS und dem Regime von Diktator Baschar al Assad. Ohne Regimewechsel kann und wird es keinen Frieden in Syrien geben, ist Leo Gabriel überzeugt.