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Motiv auf Brünnerstraße gefunden: Werbung kontradiktorisch

Ein Schüler, noch der Wiener Mundart mächtig, sagt das Gedicht von Trude Marzik auf:

Was schenk ich heuer?

Weihnachten wär gar net übel,
gäb’s net allweil das Gegrübel :
Was soll ma an jeden schenken?
Schließlich will ma niemand kränken.
Darum mach i mir a Listen,
daß i niemanden vergiß, denn
sonst gibt’s nix wia Peinlichkeit.
Die paßt net zur Weihnachtszeit.

Da wär amal die Familie.
Unser Erbtant, die Emilie,
die zwar selber nie was auslaßt,
ob a Halstuach, ihr a blau’s paßt?
Handgemalt, aus reiner Seiden?
Dabei kan i’s eh net leiden.
Für den Onkel Kasimir
gibt’s a Kistn Pilsner Bier.

Unsern Großonkel, dem Otto,
schenk ma a Familienphoto,
und sei Tochter, die Mariandel,
kriagt a Palatschinkenpfandl,
meine Nichte, diese Nocken,
höchstens a Paar Tennissocken.

Ein Mundartgedicht von Trude Marzik

Vorschläge:

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/service/geschenke-weihnachten-ideen-100.html