Diese Diashow benötigt JavaScript.


Endlich hat es aufgeklart, der Himmel ist postkartenblau. Hinunter zum Hafenviertel mit dem Altbestand aus Holzhäusern, wie sie in den nordischen Breiten überall zu finden sind. Hier liegt ein Schoner angetäut, dort ein Segler mit knatternden Rahen. Die ausgewrackten Schnellboote der Marine liegen wie von einer Riesenwelle angestrandet am Pier. Steht man auf dem Schoner, braucht es wenig Fantasie, sich das Stampfen der kesselgeheizten Maschinen vorzustellen, eine imaginäre  Schiffsirene zu hören und in die Kajüte fliehen zu wollen, um dem Qualm aus den Schornsteinen, der eine weithin sichtbare Rauchfahne nach sich zieht, zu entkommen.  Zar Niko9lai II wollte hier  einen  Militärhafen für 24 U-Boote und fast 100 Minenschiffe bauen lassen, um St. Petersburg vor der deutschen Militärflotte zu schützen. Vor wenigen Jahren ist der Hangar in ein sehenswertes Schifffahrtsmuseum umgebaut worden.

Auch Peter der Große hat in Tallinn seine Spuren hinterlassen, nachdem er 1710 Estland den Schweden abgerungen hatte. Das im nordischen Barock erbaute Schloss  mit den Gartenanlagen dienten ihm und seiner Frau Katharina als Sommerresidenz.