Wie kommt es, dass Flughafenräumlichkeiten keinen nationalen Charakter mehr erkennen lassen bis auf die Konsumschleusen im duty free mit den Souvenirs, die ein Land auf Mozartkugeln, Texashüte oder Stofftierelche reduzieren? Wo zB. ist es hin, das gemütliche Cafe am Flughafen, von dem aus man herrliche Sicht auf die Piste hatte und sich mit den gerade abhebenden Maschinen mit den  Airline-Emblemen aus Übersee tagträumend in andere Erdteile beamen konnte? Jetzt taumelt man durch keine Förderbänder gezogen eine Viertelstunde mit seinem Trolly durch Schilderwälder entlang der Leitsysteme – stylisch aufgepeppt durch den Charme von Fototapeten –  und sucht irgendeine Gatenumber oder EXIT. Wo bleibt das hybride Spiel mit den historischen und modernen Elementen zeitgenössicher Architektur, das seine BesucherInnen in solchen zu Menschen- und Konsumschleusen heruntergekommenen Wartesäle  daran erinnert, von wo sie wegfliegen oder gerade ankommen? Skylink jedenfalls hat außer seinem Namen, der alle Erwartungen weckt, nur um sie gründlich zu enttäuschen, diese Chance ebenso verpasst wie die Neugestaltung des Praterentrées.