Wenn ich anfange,
etwas beginne,
wie jetzt diesen Satz,
gewinne ich Wörter,
die spinne ich weiter.
Es ist eine Hetze…
Es ist eine Hast…
Denn eins jagt das andre.
Fast eine Treibjagd ist es,
fast eine Hatz
mit Hunden auf Freiwild.
Die Beute? Ein Satz,
vielleicht auch ein Bild
statt Fell, Horn, Geweih.
Die schreiben, betreiben
– so klagt der Jäger –
Wilderei…
Doch wer jagt den Kläger?

Das Wort ist ein Biber
Er nagt am Stamm
und er nagt solang,
bis dort, wo ein Baum war,
ein Pfahl steht
gespitzt wie ein Pfeil,
der ein Ziel sucht,
und doch keinen findet,
keinen Bogen, der spannt.
Und das, was ein Baum war,
wird nun zum Damm,
der die Flut staut:
So baut eine Wehr
sich der Biber.
Das Wort wird geboren
und traumverloren
flieht es und lieber
als alles ist ihm das Schweigen,
denn dort wächst kein Gras mehr
und fällt auch kein Laub,
das zum Raub wird der Wörter
noch während wir lesen,
als wäre am Ende
– da lacht es das Wort –
nur Gedachtes gewesen.