Wenn eine Auslage gut ist, erzählt sie eine Geschichte.  „Gute Schaufenster bieten Entertainment“, sagt Christian Mikunda, ein Mediendramaturg.  Er würde sich mehr Inszenierung in Wiens Auslagen wünschen: „In Wien schaut es im Vergleich zu Zürich oder gar New York traurig aus. Was schade ist, denn Wien hatte schon zur Zeit des Flanierens, während der vorigen Jahrhundertwende, eine Schaufensterkultur. In den 1930er- bis 1950er-Jahren war Wien Vordenker in Sachen Dramatisierung des Handels. Das hat stark nachgelassen. Nicht so in Sachen Point of Sale und Innenarchitektur, da steht Wien gut da“, meint Mikunda. „Nur: Woran liegt es, dass Wiens Auslagen eher brav daherkommen und selten echte Hingucker bieten?“, fragt Karin Schuh in einem Artikel der Presse, den ich dir nicht vorenthalten will.

Nun, ich will sie mit ein paar Beispielen, die ich auf meinen Streifzügen fand, vom Gegenteil überzeugen: