Heute haben Akif und ich die Nullnummer des Projektes „Lebenswege nach der Hauptschule“ fertig gestellt.

Wir haben einen Blog eröffnet, auf dem über das making of der einzelnen Videodokumentationen berichtet wird und die Teilnehmer des Projektes ihre eigene Seite gestalten, um sich vorzustellen.

Die Nullnummer habe ich mit Akif, einem türkischstämmigen Österreicher begonnen, der vor 8 Jahren die Media-Hauptschule am Loquaiplatz besucht hat, in welcher ich viele Jahre unterrichtet habe. In einer leicht veränderten Fassung, mit welcher ich auf Kritik von Freunden reagiert habe, ist das Video auch auf dem Podcampus der PH-Wien abrufbar.

Ich habe es immer bedauert, die von mir unterrichteten SchülerInnen nach deren Schulabschluss so gänzlich aus den Augen zu verlieren. Wenn sie ihre „alte Schule“ besucht haben, waren nur kurze Smalltalks in Pausen zwischen Tür und Angel möglich: Bistduabergewachsen. Wasmachstdu? Wiegehtesdir? Ziemlich unbefriedigend für SchülerInnen und Lehrer, fand ich.

Da mich eine große Zahl von ExschülerInnnen auf Facebook geaddet (so sagt man doch, oder?) haben, und auch dort nur eingeschränkte Kommunikation möglich ist, kam mir die Idee, ihre oft interessanten Lebenswege zu recherchieren und als Videodokumentationen festzuhalten.

Akif zB. hat sich den Medien verschrieben und bastelt unentwegt und und mit großem Elan an seiner Karriere. Mehr will ich nicht verraten. Das Video, an dem wir zusammen  gearbeitet haben, kann ja hier gleich angesehen werden. Weitere werden folgen. Vielleicht entsteht so über alle Altersstufen – auch ehemalige Schüler aus dem Schuljahr 74 haben sich gemeldet –  ein kaleidoskopartiges Bild unterschiedlicher Biografien vornehmlich von SchülerInnen mit Migrationshintergrund.
Hier schreibt Akif über das Making of.