Der Wettstreit der Zeichen im öffentlichen Raum und deren wilde durch kein Gesetz eingeschränkte Plakatierung, die auf die Sinnesreize zielt und als visuelle Attacken wahrgenommen wird, die ohrenbetäubende Geräuschkulisse, die vielen Gerüche, die in den Straßen herrschende Hektik, kurz: die Vergewaltigung der Sinne, ist wohl in asitatischen Hauptstädten unvergleichbar spürbarer als in Europa. Der Kampf um das Gesehen- und Gehörtwerden, die überlebensgroßen und schreienden Plakatwerbungen, die um meine Aufmerksamkeit buhlen, schockiert und betäubt gleichzeitig. Auf Reisen sucht man das Andere,  findet aber auf den ersten Blick – auf Grund der Globalisierung über alle kulturellen Grenzen hinweg – fast nichts mehr, was erst entschlüsselt werden müsste.