LOS – Land of Smile

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Was will ich in drei Wochen schon gesehen haben von diesem Land, was mehr als schwer zu verarbeitende Eindrücke will ich gewonnen haben? Was macht mich so vermessen zu glauben, mit dieser Reisebeschreibung einen Beitrag zur besseren Erschließung dieses Landes für diejenigen leisten zu können, die noch nicht dort waren? Was veranlasst mich diesen relativ kurzen Aufenthalt in einem asiatischen Land, von dessen Kultur und Geschichte ich so wenig weiß, und dessen Sprache ich nicht spreche, mit einem Bericht über meine Sinneswahrnehmungen und Erfahrungen abzuschließen? Ganz einfach: Mit dem Verschriften zwinge ich mich zur Verarbeitung derselben, und den mir hoffentlich gewogenen Leser lade ich ein, mit meinen Augen zu sehen und sich über die Aufnahmen, die meinen Blick spiegeln,  sich selbst ein Bild zu machen.

Während ich über meine Reisen nach Südamerika mit größerem Selbstverständnis berichten konnte, da ich mich dort auch über die Sprache verständlich machen kann, und ich mich schon über Jahre mit Geschichte, Literatur, Kultur und Politik dieses Kontinentes auseinander gesetzt habe, begab ich mich zum ersten Mal ohne jede Vorkenntnis in ein Land, das ähnlich wie Indien oder Madagaskar sich dem mir Vertrauten entzieht und mit seinen Ungereimtheiten, Widersprüchen und Ungleichzeitigkeiten mein Koordinatensystem durcheinander bringt. Da mich dieses Land so fasziniert hat, dass ich noch eine Reise dorthin plane, verstehe ich diesen Bericht nur als den Versuch einer Annäherung.